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- Literaturverlag Droschl, Sept. 04
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»Die eigentliche Leistung der in gewisser Hinsicht autobiografischen Erzählung liegt wohl darin, dass die spezifische Fremdheit zugleich in einem wunderbar farbenprächtigen Bilderfluss dargestellt und überwunden wird in Richtung auf eine allgemeine Fremdheit hin: diejenige, die all denen gemeinsam ist, die sprechend wissen, dass sie sprechen; denen ein Gesagtes nie ein Endgültiges ist, sondern immer wieder nur ein neuer Entwurf eines erst noch zu sagenden ist.«
(Elenore Frey, NZZ)
»Anna Kim überrascht mit poetischer Sprache und eigenwilliger Wahrnehmung ( ) eine subtile, vielschichtige Parabel über die Suche nach Heimat in der Sprache.«
(Irmgard Schmidmaier, DPA)
»Anna Kim hat in ihrem Erstling ein großes Thema gewählt, die Darstellung einer monomanischen Vaterbeziehung, und sie beginnt ihr Kammerstück mit der selbstbewussten Beschwörung der Wunderwelt einer Kindheit. Das haben viele gemacht, aber diese Autorin besitzt eine außergewöhnliche Fähigkeit: den Finger auch dann auf der Wunde behalten, wenn es schmerzt. ( ) Anna Kim nähert sich mit einer angemessen hohen Portion an Skepsis der Sprache und der Realität, und sie macht sich beides zu Eigen. Wer sich weit einlassen möchte auf ein virtuoses Abenteuer am Rand sprachlicher und psychischer Abgründe, der liegt bei ihr richtig.«
(Martin Amanshauser, Standard)
»86 Seiten, kein Roman, keine Erzählung, eher ein Gedicht in Prosa, Bilder in Worten, von melancholischer Schönheit. Silben, die eine Melodie formen. Nur mit Mühe löst sich die Geschichte aus dem verwirrend-betörenden Sprachzauber. Eine Elegie über das Fremdsein schlechthin, traurig bis hinein in die an die kumulative Syntax Paul Celans erinnernden Alliterationen.«
(Sabine Berking, NDR)
»In freizügigem Umgang mit grammatikalischen Regeln, einer Fülle von Wortschöpfungen, überraschenden Vergleichen und neuen Bildern bringt Anna Kim die deutsche Sprache zum Klingen wie ein exotisches Instrument.«
(Sabine Dengscherz, Die Furche)
»So eng das erzählerische Konzept auf den ersten Blick erscheinen mag, und so rigoros die Autorin es durchexerziert, so überraschend sind die Momente von Weite und von Präzision, die darin zum Vorschein kommen wie in Bernstein eingeschlossene prächtige Insekten.«
(Nicole-Katja Streitler, Literaturhaus Wien)
»So wie die Protagonistin Bilder liest, liest die Autorin in der Gesellschaft, in der Landschaft, in den Gegenständen, in allen Spuren einer vermeintlichen Realität. Sie malt gewissermaßen neue Sprachbilder, erfindet Wörter, macht unbekümmert aus Substantiven nie gehörte Verben (Straßen sackgassen im Stadtkern.) Anna Kims Schreiben entzieht sich einer eindeutigen Klassifizierung, sie bringt den Leser zum Straucheln, immer wieder blättert man zurück, liest noch einmal, entdeckt Neues, zuvor Überlesenes. Gewohntes wird über den Haufen geworfen und nach einem geheimnisvollen Prinzip neu geordnet.«
(Linda Stift, Wiener Zeitung)
»Die Bilderspur nennt sich die Novelle der gebürtigen Südkoreanerin Anna Kim, die in feinsten Schwingungen dem oft schon zum Klischee erstarrten Wechselspiel zwischen Entfremdung und Fremdsein (beruhend auf einer Vater-Tochter-Beziehung) neue Facetten verleiht. Eine Autorin, die es versteht, mit Worten zu fasten und aus dieser Askese magische Bilder hervorzaubert.«
(Werner Krause, Kleine Zeitung)
»Ein beeindruckendes Debüt und eine kleine Geschichte über den Abschied.«
(Wolfgang Beyer, Treffpunkt Kultur)
»In ihrem Buch Die Bilderspur lässt Anna Kim aufhorchen durch ihre Verkehrung von Sprache, der Umkehrung üblicher Verhältnisse im Satz, mit Bildern, die sie entwirft, fern jeglicher Vertraut- und Gewohnheit.«
(Edda Strutzenberger, Unique)
»Der Leser, die Leserin kann einen völlig überraschenden Zugang zur Sprache finden ( ) ein Sprachkunstwerk ersten Ranges.«
(Susanne Jäger, ORF)
»In einer betörenden, schlingernden, von Spuren und Schlieren durchzogenen Sprache, die auch aus Inhaltsgründen die Nähe zum Bereich Kunst sucht, schildert sie die Suche nach Identität und sinnstiftenden Elementen in einer unvertrauten Welt.«
(Bücherschau)
»Die 27-jährige Autorin entpuppt sich in dieser Künstlernovelle als extravagante Sprachakrobatin.«
(Tiroler Tageszeitung)
»Anna Kim hat an diesem Werk lange gefeilt. Herausgekommen ist eine präzise durchkomponierte und sprachschöpferisch höchst originelle Erzählung, welche die Erfahrung der Fremdheit über das Geschehen hinaus semantisch erlebbar macht. Die Beweglichkeit, welche der deutschen Sprache hier erschlossen wird, ist das erstaunliche Ergebnis eines Prozesses, der einmal mehr belegt, dass sprachliche Freiheitsgrade auch dadurch erworben werden, dass man Fremdheit um der eigenen Poesie willen erträgt.«
(ZS Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika)